POESIE < Ausgesuchte Gedichte

An die Ferne

Fern naher Nebelfelder wage ich selten, kaum...
Verstecke den Traum hinter Baum um Baum,
Sodass zürnender Schaum langsam aus allem Denken tropft
Und ich stets verdunste zum Ausgangspunkt, tief unten.
Weite Wege, die Distanz, eilig kriechend,
Ein spontanes Kratzen der Feder - stagniert es, so schreibt es,
Wenn die Tinte noch hält, das Fass nicht kippt.
Tinte ist Blut, literweise versprühend in alle Windgezeiten,
Auf dass ein Tropfen benetzt, was ihm Heimat heißt,
Ihm Leben schenkt, meist.
Ich verstreue Worte, schreibe all dies in die Nacht,
In die Ferne, seufzend-schrille Schreie, Flüsterfarben, Fieberfrieden.
Drei Worte in der Flaschenpost, als Trost,
Als Gesuch, fern dem Fluch, nah dem Buch,
Das all die Worte sammelt, Zeichen deuten kann.

Geschrieben von dem stillen Mann.

V10.04.20
~ Bin federgeboren ~
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