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Ein Stern

Ein Stern verliert sein Glitzern,
Löst sich los vom Firmament,
Fällt hinab, fremd und unbekannt,
Reißt einen feuerschwarzen Schnitt
In den Himmel, in das All.

Kratzt so hässlich Ruhe auf,
Denkt nicht an sein Leuchten,
Wendet ab den Geist vom Hell,
Licht war gestern dem
Stern das Sein, gestern, wann -

Und der Schnitt brennt alleine
Tiefe Wunden in den Himmel,
In das All, stürtzt sich endlos,
Nicht mal laut, sondern stumm,
Doch mit Beständigkeit.

Bis er...
Und er wieder...
Ein Stern.

  

V10.04.20
~ Bin federgeboren ~
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