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Mit Feder und Wein

Mit Feder und Wein, im Atemzug des Augenblicks...

Wenn man noch einmal die Feder erhebt,
Beschreibt, wie man herumirrend schwebt,
So losgelöst in Zeit und Raum
Fühlt man bald die Erdung kaum,
Gewisse Zeilen eilen schneller, als sie verweilen,
Stoppen ab, und suchen Antwort,
Die nichtig scheint an manchem Ort,
Ich wünsch' sie fort, doch Fragen quälen,
Antworten fehlen, so frag' ich stetig endlos weiter -
Vision, selbst wenn ich scheiter' -
Kann mir dann die Welt erklären,
Kann Dunkel rasch zu Licht mir kehren,
Auch wenn das Licht im Nu verlischt,
Mit Moos und zähem Pech gemischt,
So nehm' ich noch den Rest vom Wein
Und lasse Schicksal Schicksal sein.

V10.04.20
~ Bin federgeboren ~
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